Auftaktworkshop

Wenig Menschen, viel Input

Ziel war die frühzeitige Einbindung der Bevölkerung, umso enttäuschender die zahlenmäßig geringe Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern beim Auftaktworkshop zur Entwicklung der „Dorfregion Elbufer“ Anfang September. Nur knapp 40 Menschen folgten der Einladung der Gemeinde Neu Darchau und der Nachbarortschaften Walmsburg und Reeßeln sowie Tießau, Tiesmesland, Wietzetze und Barendorf.

Das mit der Planung beauftrage Büro Niedersächsische Landesgesellschaft (NLG) aus Lüneburg gab zu Beginn des Workshops zunächst einen Überblick über die Ziele der Dorfentwicklung. So sei für die Region Elbufer die sogenannte Anpassungsstrategie das Mittel der Wahl, um rückläufige Entwicklungen bei Bevölkerungszahl, Überalterung und Abbau von Infrastruktur mindestens zu bremsen, im günstigsten Fall gar zu stoppen. Andere Strategien wie die Weiterentwicklung oder die Stabilisierung der aktuellen Situation seien für die „Dorfregion Elbufer“ zu schwache Instrumente.

Konkret könne mit dem mehrjährigen Dorfentwicklungsprogramm die Ortsgemeinschaft gestärkt und die Innenentwicklung durch Reaktivierung von Brachflächen vorangetrieben werden, so Martin Wittenberg von der NLG. Auch Anpassungen an den demografischen und den Klimawandel stünden ganz oben auf der Agenda. Dabei können öffentliche, aber auch private Projekte finanziell unterstützt werden.

Im praktischen Teil des Workshops waren die Anwesenden aufgefordert, auf Karteikarten ihre Antworten zu vier von der NLG vorgegebenen Fragen zu notieren. „Was finden wir toll in der ,Dorfregion Elbufer‘“ war auf einer Stellwand zu lesen, „Was fehlt in unseren Dörfern?“ auf einer anderen. Positiv erwähnt wurden Ruhe, Platz und Entschleunigung, aber auch Kultur und sanfter Tourismus. Als fehlend wurden öffentliche und alternative Mobilitätskonzepte ausgemacht, genauso wie ein ästhetisch ansprechendes Ortsbild und dezentrale Begegnungsstätten.

Die Antworten würden nun ausgewertet und zusammengefasst, so dass sich ein Bild des Ist-Zustands und der Wünsche der Bevölkerung ergebe, so NLG-Mitarbeiterin Sabrina Guder. Schon vor dem Workshop hatte die NLG auch bei den Mitgliedern der Gemeinderäte ähnliche Informationen abgefragt. Das Gesamtbild fließt ein in den Antrag auf Fördergelder, der bis zum 1. Oktober beim Amt für regionale Landesentwicklung gestellt werden muss. „Dabei geht es darum, unsere Region als entwicklungswillig darzustellen und im Ranking mit konkurrierenden Bewerbern möglichst gut dazustehen“, erläuterte Jürgen Meyer, Bürgermeister der Samtgemeinde Elbtalaue. „Ob’s gelingt, wissen wir wohl irgendwann im Winter“, so NLG-Projektleiter Wittenberg. Falls nicht, darauf wies Neu Darchaus Bürgermeister Klaus-Peter Dehde hin, kann der Prozess im nächsten Jahr wiederholt werden.

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